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18Apr
CAD News

Neue Technik verständlich machen - denn visuelle Kommunikation wird immer wichtiger

Modularer 3 MW Generator von Venpower, eingebaut in eine WKA-Gondel.

Um ihre neuen Hightech-Entwicklungen im Bereich von Generatoren für Windkraftwerke gut kommunizieren zu können, setzt die Venpower GmbH, Neuruppin, auf den Solidworks Composer.

Rund herum betreut werden die Spezialisten für elektrische Großmaschinen von der DPS Software GmbH.

Ein Ingenieur kann die tollsten Erfindungen machen, Patente einreichen, Patente erhalten, Muster bauen, wenn’s keiner weiß, wird kein Erfolg daraus. Darum ist gerade im Ingenieursumfeld Kommunikation so wichtig: Intern und ganz besonders nach außen.

Ein Tool, das eine Brücke zwischen den Bereichen Konstruktion und Dokumentation/Kommunikation/Marketing bildet, ist der „Solidworks Composer; er kommt von Dassault Systemes und vermarktet und implementiert wird er von der DPS Software mit 27 Geschäftsstellen in D-CH-A und Polen.

Ein Unternehmen, welches die damit verbundenen Chancen rechtzeitig erkannt hat, ist die Venpower GmbH im brandenburgischen Neuruppin. Venpower macht mit seinen heute 13 Mitarbeitern Hightech vom Feinsten. Im Mittelpunkt stehen neue Generatoren für Windkraftwerke, geeignet für hohe Leistungen ab 3 MW – nach oben offen bis zu 8 oder 10 MW oder mehr.

Entwickelt, konstruiert und berechnet wurde die neue Technik von Venpower-Geschäftsführer Peter Hein. Er konnte erkennen, dass für zukünftige WKAs, mit sehr viel höheren Leistungen als damals üblich, neue Generatoren nötig waren. Darauf hat er seine Entwicklungen ausgerichtet.

Das Grundprinzip folgt der ‚Flux Switching-Maschine‘ (in etwa Fluß-Schalt-Prinzip). „Eine deutsche Übersetzung gibt es nicht. Wir haben daher den Namen ‚Permavent‘ dafür kreiert“, erklärt Hein. Neben der Maschine selbst entwickelte die von ihm gegründete Firma Venpower einen angepasster Vollumrichter, der das System vervollkommnet hat.

Inzwischen ist sich Peter Hein sicher: „Nur mit unserem System können heute und in den nächsten Jahren Anlagen von mehr als 3 MW technisch und kommerziell aufgebaut und betrieben werden.“

Von Anfang an das passende CAD-System

Bei DPS Software fand Peter Hein das CAD-System Solidworks „Ich fand, dass das System leicht zu erlernen war, ich habe 3 Tage gebraucht, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis hat in meinen Augen gepasst.“

Heute umfasst die Installation bei Venpower 3 Lizenzen. Mit der Betreuung durch DPS, nicht zuletzt durch die Hotline, ist man sehr zufrieden.

Neben der Konstruktion mechanischer Baugruppen setzt man auch Solidworks Simulation für die Berechnung linearer Systeme ein, sowie deren Optimierung. Solidworks Simulation ist im CAD-System integriert und somit für jeden Konstrukteur auch verfügbar, um an seinen Teilen und Baugruppen FEM-Analysen durchzuführen.

Für Dokumentation und Kommunikation

Der Solidworks Composer baut auf den CAD-Daten auf und erlaubt es, sie in vielfältiger Weise weiterzuverarbeiten – für 2D-Dokumente, für 3D-Darstellungen oder eben als elektronische Dokumente, bis hin zu Video. Bediener können Ingenieure sein, aber auch Anwender mit nichttechnischer Ausbildung.

Neben der „klassischen“ Dokumentation können auch Unterlagen für die Kommunikation (zum Kunden, zu Lieferanten oder eben auch zum eigenen Management) oder auch für Schulungszwecke erstellt werden.

Die Bedienung des Systems ist sehr einfach gestaltet, so dass zwei Tage Schulung für einen Einstieg genügen.

Der Composer arbeitet grundsätzlich im Kontext des CAD-Systems. Dadurch hat der Anwender alle Teile einer Konstruktion und muss sie nicht irgendwo suchen. Zum anderen, wenn am CAD-Modell etwas geändert wird, erfolgt auch eine Änderung auf der Composer-Seite.

Da die Darstellungen in Composer assoziativ zum CAD-System sind, kann schon früh, praktisch konstruktionsbegleitend, mit der Dokumentation begonnen werden. Alle Dinge, welche die Konstrukteure im Laufe des Prozesses verfeinern bzw. nachtragen, finden sofort auch Eingang in die Dokumentation.

Bis hin zum Video

„Ein wesentlicher Teil unserer Vermarktung ist die Visualisierung. Wir müssen in der Lage sein, unsere sehr komplizierte Technik anschaulich darzustellen“, ist sich Peter Hein sicher.

Bei dieser Aufgabe hilft ihm und seinen Mitarbeitern der Composer effektiv. „Wir sind damit in der Lage, Dokumente und sogar Videos in vertretbarem Aufwand herzustellen“, sagt Anne Neumann, die das Tool in zwei Tagen verstanden hat.

Venpower nutzt den Composer aktuell für die Kommunikation nach außen, aber auch etwa für Montageanleitungen im eigenen Werk. Hein: „Bei Teilen, die ca. 100 Tonnen wiegen, sollte man nicht lange überlegen müssen, wie sie zusammengebaut werden.“

Venpower nutzt dazu auch die Möglichkeit, mit Hilfe des Composers Videos zu erstellen. Bewegte Bilder helfen der Vorstellungskraft und zeigen den Monteuren u. a., welche Flächen aufeinander stehen müssen oder auch wie die Reihenfolge der Montage zu sein hat usw.